Bei Gofundme läuft ein Spendenaufruf für unseren Freund Sven. Das habt ihr vielleicht schon mitbekommen, weil wir immer wieder im WhatsApp-Status und auf Social Media den Link dorthin teilen.
Wir möchten euch hier über die Hintergründe und über den aktuellen Stand der Behandlung informieren.
Von der Urlaubsbekanntschaft zu Freunden
Wir haben Sven, Anika und Moritz vor 12 Jahren in Katwijk / Nordholland kennengelernt. Sie standen mit ihrem Wohnwagen zufälligerweise direkt neben uns. Wir verstanden uns auf Anhieb und treffen uns seitdem jedes Jahr zu Pfingsten in der Eifel – zusammen mit weiteren Bekannten. Mittlerweile ist daraus ein richtig kleines „Club“-Treffen geworden. Wir haben dabei schon viel erlebt: normale Ausflüge in die Umgebung, Abendessen an einer langen Tafel, das Bergrennen in Wolsfeld, die Überflutung unseres Campingplatzes 2018 – Höhen und Tiefen sind wir gewohnt.
Die erschreckende Diagnose: Glioblastom
Doch im Frühjahr 2025 kam die Hiobsbotschaft:
Bei Sven wurde ein Glioblastom diagnostiziert, ein aggressiver Hirntumor!
Seitdem ist Sven natürlich in ärztlicher Behandlung und hat mehrere Operationen über sich ergehen lassen müssen. Er hatte bereits Chemotherapie und war in einer Studie, in der er einmal im Monat eine hochdosiertes, radioaktives Mittel verabreicht bekommen hat. Anfang Januar 2026 war der Tumor so weit zurückgedrängt, dass die Ärzte zufrieden waren – doch nur 3 Wochen später erlitt Sven einen epileptischen Anfall. Bei der anschließenden Untersuchung stellte man fest, dass der Tumor in den drei Wochen quasi explodiert war. Die nächste OP folgte und ebenso die nächste Chemo, die er weit weniger gut verträgt als die erste.
Hoffnung in dieser schier verzweifelten Lage gibt eine Therapie, die eigentlich für ein Nierenzellkarzinom gedacht ist. Es handelt sich dabei um sogenannte mTor-Inhibitoren. Falls du hierzu mehr in Erfahrung bringen willst, findest du zum Glioblastom und zu mTor weitere Infos hier im Blog.
Krankenkasse lehnt Kostenübernahme ab
Zusammengefasst: eine Therapie, die bereits erfolgreich bei einer Krebsart eingesetzt wird, könnte auch die übermässige Zellteilung des Tumors in Svens Kopf hemmen.
Genau hier liegt aber auch der Hase im Pfeffer: bei einem Glioblastom gibt es zwar auch schon positive Erfahrungsberichte mit dem Medikament, aber die Krankenkasse lehnt die Kostenübernahme ab. Begründung? „Zu wenig erforscht.“
Wir reden hier von einer Summe von 70.000 Euro für 10 Durchläufe. Ja, das ist eine enorme Summe, keine Frage. Und ja, Krankenkassen müssen mit dem Geld haushalten. Auch keine Frage. Aber wir als Freunde, Bekannte und Verwandte können das Nein der Kasse nicht verstehen und noch weniger akzeptieren.
Die Zeit rennt!
Die Uniklinik Essen, bei der Sven in Behandlung ist, hat, ebenso wie Sven und Anika selbst, bereits Einspruch gegen die Entscheidung der Krankenkasse eingelegt. Aber selbst, wenn das Ganze vor Gericht geht und positiv zugunsten von Sven entschieden wird, rennt ihm die Zeit davon.
Wer schon einmal in die Mühlen der Justiz geraten ist, weiß, wie lange sich ein Verfahren hinziehen kann.
Diese Zeit hat Sven nicht!!!
Deswegen wurde der Spendenaufruf ins Leben gerufen. Um Sven die Möglichkeit zu geben, bereits jetzt mit der Therapie zu beginnen!
Auch du kannst helfen. Wie, erklären wir dir hier.